Straßenlärm
Kritische Erinnerungskultur im Berliner Stadtraum
Kritische Erinnerungskultur im Berliner Stadtraum
Kritische Erinnerungskultur im Berliner Stadtraum
Wieso tragen Denkmäler, Straßen und Plätze in Berlin die Namen von Kolonialverbrecher:innen, Faschist:innen und Antisemit:innen?
Wie können wir den Stadtraum hin zu einem offenen, diskriminierungsfreien Ort für die Stadtgemeinschaft verändern?
Wir sind Straßenlärm Berlin – ein Verein, der auf koloniale, nationalsozialistische, antisemitische, antiziganistische und patriarchalische Erinnerungskultur sowie deren Manifestationen im Stadtbild Berlins aufmerksam macht. Unser Ziel ist es, problematische Gedenkorte in Berlin auf unserer digitalen Karte zu sammeln und über deren Geschichten aufzuklären.
Unsere Utopie ist eine Berliner Stadtlandschaft, die Raum für eine positive gemeinsame Identitätsbildung durch Erinnerungsorte, Straßen- und Platznamen bietet und eine dekoloniale, antifaschistische und feministische Stadtgeschichte sichtbar macht.
Seit dem 11. Juni könnt ihr im FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum einen Ausstellungsraum von uns entdecken. Im Rahmen der Ausstellung „umbenennen?! Geschichte der Straßennamen in Friedrichshain-Kreuzberg” durften wir die WERKSTADT entwickeln.
In unserem von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt geförderten Projekt “Antiziganistische Straßen, Plätze und Denkmäler im Berliner Stadtraum” haben wir Straßennamen, Denkmäler und Orten untersucht und die verunsichtbarte Geschichte des Antiziganismus im Berliner Stadtraum kartiert.
Wir haben alle Berliner Straßen und Plätze gezählt: Nur 9,92% der nach Personen benannten Straßen ehren Frauen*. Nur 13 Straßen in ganz Berlin sind nach nicht-weißen Personen benannt.
Nach 1990 wurden in Ost-Berlin 67 Straßen, Plätze und Brücken um- oder rückbenannt: Häufig kehrten monarchische und koloniale Bezüge zurück, während DDR-Erinnerung verdrängt wurde.
In Berlin gibt es zahlreiche Straßen- und Platznamen mit einem kolonialen, antisemitischen, antiziganistischen oder faschistischen HIntergrund. Wie könnt ihr aktiv werden?
Der öffentliche Raum in Berlin gehört uns allen! Grundsätzlich kann jede Berliner:in kann einen Antrag auf eine Straßenumbenennung nach dem Berliner Straßengesetz stellen und neue Namensvorschläge einreichen.
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